Was am 20. Spieltag der portugiesischen Ligue 1 geschah, war selbst für die vorsichtigsten Beobachter schwer vorherzusagen. Der FC Porto, der seit Saisonbeginn konstant gute Leistungen gezeigt und regelmäßig Punkte geholt hatte, ging als klarer Favorit in die Partie. Das Spiel endete mit einer 1:2-Niederlage.

Ein Spiel, das alle überraschte

Von Beginn an war klar, dass Casa Pia die Initiative nicht kampflos aufgeben würde. Die Gastgeber spielten mutig und ungeniert. Das Pressing war aggressiv, die Abwehrreihen standen hoch. Der FC Porto schien von der Spielweise des Gegners überrascht. Bereits nach einer Viertelstunde gab es einen Moment der Unsicherheit in der Abwehr des Tabellenführers, der den Spielverlauf komplett veränderte. Eine Flanke von links, ein kurzer Moment der Unachtsamkeit in der Abwehr, und der Ball landete im Netz. Die Ränge brachen in Jubel aus, und der Favorit fand sich plötzlich in einer völlig unerwarteten Situation wieder. Die Nervosität war in jeder weiteren Aktion spürbar.

Kurz vor der Halbzeitpause landete die Heimmannschaft einen zweiten schweren Schlag, der die Mannschaft psychologisch schwer treffen sollte. Im Strafraum von Porto kam es zu einem folgenschweren Missverständnis. Ein unglückliches Eingreifen eines Verteidigers führte zu einem Eigentor. Der Ball landete im Netz, und die Gäste konnten es kaum fassen. Mit dem Stand von 0:2 gingen sie in die Kabine, mit dem Gefühl, die Kontrolle über das Spiel verloren zu haben und unter zunehmendem Druck.

Zweite Halbzeit: Die trügerische Hoffnung des FC Porto

Nach Wiederanpfiff startete der FC Porto fast sofort einen Angriff. Und tatsächlich weckte der Beginn der zweiten Hälfte bei den Gästefans Hoffnung auf eine schnelle Wende. Nur wenige Sekunden später fiel das Tor. Das Spiel war dynamisch, und der Ball zirkulierte lange im Strafraum. Pablo Rosario bewies große Geduld und Ruhe. Während um ihn herum ein wildes Gedränge um den Abpraller tobte, nahm er den Ball an und überwand den Torwart mit einem präzisen Schuss. Es gab Proteste der Heimmannschaft, doch die Entscheidung des Schiedsrichters blieb bestehen.

Nervosität auf dem Platz

In der Startelf des FC Porto stand Jan Bednarek, der die vollen 90 Minuten spielte. Er gehörte zu den stabileren Abwehrspielern, konnte aber Gegentore nicht verhindern. Jakub Kiwior bekam vom Trainer eine Pause und verbrachte die gesamte Partie auf der Bank. Oskar Pietuszewski kam erst spät ins Spiel, als Portos Lage immer schwieriger wurde. Die Fans hofften auf seine Frische und ein paar individuelle Glanzmomente, doch auch er konnte das Spiel nicht mehr drehen.

Die Schlussphase brachte weitere Probleme. William Gomes, der in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, verhielt sich äußerst unverantwortlich. Ein brutales Foul an einem Gegenspieler ließ den Schiedsrichter nicht zögern. Eine Rote Karte war unausweichlich. Porto beendete die Partie mit zehn Mann und begrub damit alle Hoffnungen auf den Ausgleich.

Die Folgen der Niederlage und die Tabellensituation

Der FC Porto musste seine erste Saisonniederlage in der Liga hinnehmen – ein Novum in diesem Wettbewerb. Zwar bleibt das Team Tabellenführer, doch der Vorsprung auf den Zweitplatzierten Sporting Lissabon ist auf vier Punkte geschrumpft. Dieser Vorsprung ist nicht mehr sicher. Der Druck wächst, und jeder weitere Ausrutscher könnte schwerwiegende Folgen haben. Casa Pia hingegen machte mit diesem Sieg einen wichtigen Schritt im Kampf gegen den Abstieg und kletterte auf den 15. Tabellenplatz.